Haus Schönstatt
Kettelerstrasse 27
CH-3900 Brig
Tel. 0041 (0)27 921 16 66
Fax 0041 (0)27 921 16 65

Im Netz verbunden mit Maria

Bericht und Fotos: Sr. M. Joseline Becchio

Wer am 5. November 2011 ins Heiligtum in Brig kam oder in die Hauskapelle vom Haus Schönstatt, wusste gleich Bescheid um was es heute ging: an beiden Orten hing ein grosses Netz, darin ein Pilgerheiligtum und die Schrift IM NETZ VERBUNDEN - MIT MARIA.

Es war beeindruckend, wie vor 10.00 Uhr die Kontaktpersonen ihr Pilgerheiligtum in der Schönstattkapelle nummeriert bekamen und dann ins Netz hinein aufstellten.

Dann begrüssten wir die Gottesmutter und ihren Sohn Jesus Christus im Heiligtum:

" ... Du bist wirklich da. Du besuchst uns. Du stärkst uns, du schenkst uns Halt, du trägst uns durch unseren Alltag. Du trägst uns, dass wir andere tragen können. Das Netz ist ein Zeichen dafür, dass du uns trägst und wir mit dir und deinem göttlichen Sohn Jesus Christus aber auch untereinander verbunden sind... Wir sind da für die Menschen aller Kreise . Wir sind da für unsere Pfarreien, für unsere Familien, für alle, denen wir täglich begegnen, für jene, die wir im Herzen tragen. - Während des Jahres dürfen wir monatlich die Türe unserer Häuser öffnen für deinen Besuch. Und jetzt bist du unsere Gastgeberin. Du möchtest und du kannst uns überreich beschenken, so wie es niemand von uns tun kann. Maria, eigentlich ist es Zeit, dass ich heute hier bin..."

Die Pilgerheiligtümer wurden von Pfarrer Edi Arnold neu gesegnet. Doch liessen wir diese bis zur Abreise im Heiligtum stehen, damit sie "Gnaden auftanken" konnten.

Nach der Begrüssung im Heiligtum zogen wir zur Hauskapelle vom Haus Schönstatt und feierten Eucharistie.

Gross war die Freude für alle, dass Pfarrer Edi Arnold (Pfarrer in Steg und Gampel) mit uns die Hl. Messe feierte. Musikalisch umrahmten einige junge Frauen den Gottesdienst und begleiteten die Lieder. Es war ein Hochgenuss! Eingestimmt wurden wir mit der Geschichte von der Spinne, welcher der Faden an dem das ganze Netz hing, auf einmal sinnlos erschien. An einem trüben Herbsttag biss sie in ihrer missmutigen Stimmung den Faden kurzerhand durch. Da fiel das wunderbare Netz in sich zusammen, und die Spinne lag wie betäubt drunten im nassen Gras.

... Alle Fäden sind wichtig ... Von der Spinne können wir einiges für das Netz unseres Lebens lernen. Es gibt vielfältige Verbindungen, die uns tragen. Um ein tragfähiges Netz zu schaffen, braucht es Zeit, Einsatz, Sorgfalt, Geduld. Entscheidend bleibt aber der "Faden nach oben".

Das Pilgerheiligtum kann uns dazu eine grosse Hilfe sein, um den "Faden nach oben" immer wieder aufzunehmen und zu stärken.

In der Predigt knüpfte Pfarrer Arnold an das Evangelium an, in dem Jesus vom Kreuz herab uns Maria zur Mutter schenkt. Die Worte Jesu an den Jünger, den er liebte, richten sich auch an uns: Siehe deine Mutter. So ist Maria und Jesus uns auch besonders nahe in der Schönstattkapelle.

Und wörtlich sagte er: "Jeder heilige Ort ist ein Stück Himmel. Und vielleicht haben auch einige von euch hier im Haus Schönstatt oder eben auch in dieser Kapelle ein Stück Himmel erfahren dürfen: ein Moment des Trostes, ein Augenblick der inneren Stärkung, oder auch eine Herzensfreude wie sie nur der Himmel zu schenken vermag. Bitten wir die Muttergottes, uns und unsere Familien auch heute ganz besonders unter ihren Schutzmantel zu nehmen."


Farbige Bänder ins Netz knüpfen

Zu jeder Fürbitte wurde ein farbiges Band in das Netz geknüpft und entsprechend gedeutet, z.B.

Rot ist die Liebe (rotes Band hochhalten)

Aus Liebe hast du uns Maria zur Mutter geschenkt. Sie führt uns zu Jesus und zu dir. Jeden Monat besucht sie uns im Zeichen des Pilgerheiligtums. - Wir möchten uns in der Hektik des Alltags immer wieder Zeit nehmen für dich, unseren Gott, aber auch füreinander. Hilf uns, aufeinander zu hören und uns zu verstehen.

Wir bitten dich erhöre uns ... rotes Band ins Netz knüpfen

Gelb ist die Farbe des Lichtes, der Sonne, der Wärme (gelbes Band hochhalten)

Vater im Himmel, wie wohl tut uns die Sonne, das Licht, die Wärme. Du selber bist das Licht, in dir ist keine Finsternis. Immer wieder schenkst du uns solche Momente, in denen wir dich ganz nah erfahren dürfen. Doch sind wir noch auf dem Weg ins wahre Licht, zu dir. Du lässt uns nie allein. Du hast uns Maria als Mutter geschenkt und sie begleitet uns auf dem Weg. Jeden Monat kommt sie im Zeichen des Pilgerheiligtums zu uns. Dafür danken wir von Herzen. - Öffne noch viele Türen und Herzen der Menschen, damit sie Maria und Jesus aufnehmen.

Wir bitten dich erhöre uns ... gelbes Band ins Netz knüpfen

Nach der Hl. Messe waren verschiedene Angebote bis zum Mittagessen
In der Hauskapelle gemeinsam den Rosenkranz beten, das Heiligtum lud ein zum stillen Verweilen, das Lädchen im Haus geniessen ... usw.

Nach dem feinen Mittagessen und den Gesprächen bei Tisch, trafen wir uns im Saal.

Mit Bild und Wort hielten wir Rückschau auf die Reise der Auxiliar (Nachbildung des ersten, grossen Pilgerheiligtums in Brasilien) durch die Schweiz.

Wir tauschten aus über Erfahrungen mit dem Pilgerheiligtum im Wallis. Dann kam es zu einer wichtigen Entscheidung. Im Mai dieses Jahres haben sich die Koordinatorinnen entschieden, des Gottesmutter im Pilgerheiligtum eine kleine Krone zu schenken. Doch wollten wir nicht einfach über die Kontaktpersonen "verfügen" und stellten diesen Vorschlag zur Diskussion. Diese dauerte nicht sehr lange, denn es war gleich klar, dass wir uns einschalten möchten in die Krönung vom 8. September 2012. Dann wird die Auxiliar in Schönstatt D gekrönt, d.h. die Gottesmutter zur "Königin der Neuevangelisierung Europas"

Auch wir möchten zur Vorbereitung täglich ein Gesätz vom Rosenkranz beten zur Vorbereitung auf den Tag der Krönung und um ein christliches Europa bitten.

Auch steht bereits in der Agenda unter dem 8. September 2012: Pilgerheiligtumstreffen in Brig mit Krönung des Pilgerheiligtums.

Nach diesem Entscheid verabschiedeten wir uns dankbar und glücklich im Heiligtum bei der Gottesmutter. Wir möchten uns neu zur Verfügung stellen, als Kontaktpersonen Jesus und Maria zu den Menschen zu tragen.

SIE IST DER GROSSE MISSIONAR.

SIE WIRD WUNDER WIRKEN.