Haus Schönstatt
Kettelerstrasse 27
CH-3900 Brig
Tel. 0041 (0)27 921 16 66
Fax 0041 (0)27 921 16 65

Haus und Heiligtum

Haus Schönstatt

Anders als bei vielen Schönstattzentren stand hier das Haus schon, ehe das Heiligtum gebaut wurde. Nach dem Kauf des Missionshauses der Marianhiller im Jahr 2003 wurde Haus Schönstatt einer umfassenden Innenrenovation unterzogen und auch im Park und auf den Zugangswegen waren Anpassungen notwendig. Am 30. April 2005 konnte das teilrenovierte Oberwalliser Schönstattzentrum eingeweiht werden.

Seither wird Haus Schönstatt vielfältig genutzt. Sieben Marienschwestern wohnen in Brig, zwei von ihnen sind direkt für die Betreuung des Hauses zuständig. Neben der Oberwalliser Schönstattbewegung, die alle ihre Treffen hier abhält, beherbergt das grosse Haus zahlreiche andere Gäste, z. B. die Mitglieder des Dekanats, anderer Orden und anderer Bewegungen im Wallis. Haus Schönstatt selbst bietet Ferien- und Wanderwochen an, Referate und Vorträge werden gehalten, Seminare, Tagungen und Kurse finden statt.

Die Schönstattkapelle

Heiligtum ist in der Spiritualität der Schönstatt-Bewegung die gängige Bezeichnung zunächst für die ursprüngliche Kongregationskapelle - das sog. "Ur-Heiligtum" in Schönstatt, später auch für die sog. "Filialheiligtümer", bei denen es sich um originalen Nachbildungen des Urheiligtums handelt.

Dass Schönstatt-Heiligtümer oft nicht auf Anhieb erbaut werden können, dass die Gottesmutter sich manchmal Zeit lässt, bis sie den geeigneten Ort schenkt... - diese schon fast typischen Elemente einer schönstättischen Baugeschichte zeigten sich in ausgeprägter Form auch beim jüngsten Schweizer Heiligtum, dem Heiligtum in Brig.

Von Bildstock zu Bildstock

Im Herbst 1974 errichteten männliche Mitglieder der Walliser Schönstattbewegung oberhalb von Eyholz ein einfaches "Bildstockji", wie die Einheimischen es nennen. Sie brachten damit ihren Wunsch nach einem eigenen Heiligtum im Wallis zum Ausdruck. Vier Jahre später doppelte die Mädchenjugend nach. Ihren Bildstock bauten sie im Wickert ob Glis. 1980 kaufte die Mädchenjugend das MTA-Bild für das künftige Heiligtum. Es sollte aber noch lange dauern, bis dieses Bild seinen Bestimmungsort fand.

Ein weiterer Bildstock, den Schüler des Instituts Stavia in Estavayer-le-Lac gebaut hatten, wurde nach Ried-Brig "gezügelt", als die Schönstattbewegung dort Land kaufen konnte. Dass erworbenes Land noch lange keine Garantie für einen Heiligtumsbau bietet, haben auch andere Schönstätter erfahren... - Im März 1998 glaubte man, nun endlich den richtigen Ort gefunden zu haben: Birigsch - 15 Postautominuten oberhalb Brig gelegen - erschien geradezu ideal zu sein. So wanderte der Bildstock von Ried-Brig weiter und wurde am 11. Oktober 1998 in Birgisch feierlich eingeweiht.

Missionshaus statt Neubau

In Birgisch konnte allerdings auch nicht gebaut werden. So sehr die Baupläne angepasst, verändert und nochmals eingereicht wurden... - es gelang nicht, eine Baubewilligung zu erhalten. Im Januar 2003 kam die überraschende Wende. Die Gemeinschaft der Mariannhiller Missionare musste ihr Haus in Brig aufgeben und bot es den Marienschwestern an. "Will uns die Gottesmutter tatsächlich dieses grosse Haus zumuten?", fragten sich die Schwestern und weitere Verantwortliche der Schönstattbewegung. Irgendwann gelangte man zur Überzeugung: "Ja, die Gottesmutter will ? also haben wir mitzuziehen!" Im Oktober wurde das Haus bereits überschrieben, auch die Baubewilligung fürs Heiligtum wurde unerwartet schnell erteilt.

Am Heiligtumsbau beteiligte sich die ganze Schweizer Schönstattbewegung, in erster Linie natürlich die Walliser Schönstätter. Am 15. Februar 2004 konnte der erste Spatenstich getätigt werden. Am 28. März desselben Jahres wurde der Grundstein fürs neue Heiligtum gesetzt. Die feierliche Einweihung geschah am 29. August 2004 durch Diözesanbischof Norbert Brunner. Am Vorabend der Einweihung wurde das Heiligtum feierlich "eingerichtet": Mitglieder verschiedener Gliederungen und Gemeinschaften brachten die von ihnen erarbeiteten Gegenstände ins Heiligtum. Die Mädchenjugend konnte endlich das Bild der Gottesmutter dort anbringen, wo es hingehörte.

Sendung: Quelle lebendigen Glaubens

Im Wallis spielt das Wasser eine zentrale Rolle. Weil es oft nicht da ist, wo es gebraucht wird, wurde ein eigenes System der Bewässerung entwickelt, in dem Wasserleitungen - im Wallis "Suonen" genannt - eine grosse Rolle spielen. Das Heiligtum in Brig soll eine Quelle sein, aus der die Menschen heute trinken. In der Grundsteinurkunde heisst es: "Wie die Suonen die Wasser der Berge in unsere Wiesen und Gärten, auf Äcker und Weinberge leiten, so dürfen wir die lebendigen Wasser dieses Heiligtums zu allen Menschen leiten, denen wir begegnen."

Neben dem Grundstein aus der Saltinaschlucht, der in die Mauer des Heiligtums eingefügt wurde, gibt es im Briger Heiligtum einen zweiten wichtigen Stein: Die Abtei St. Maurice hat einen herzförmigen Stein geschenkt, der aus dem Fundament der ersten Kirche stammt, die über den Gräbern des heiligen Mauritius und seiner Gefährten errichtet worden war. Er ist im Innern des Heiligtums angebracht.

Auffällig ist das Weihwasserbecken links von der Eingangstür: Eine Hand fängt die verborgene Quelle auf. Das Kreuz erinnert an Christus, der unsere Quelle ist.

2007/cz

Kontakt

Sr. M. Joseline Becchio
Haus Schönstatt
Tel. 027 921 16 67

Jahresprogramm

Das ganze Jahr hindurch Kurse, Vorträge, Animationen und Events
Download Jahresprogramm 2012

Glossar

Kurz erklärt: Begriffe
und Begrifflichkeiten